Neustadt vs Altstadt – und die Eissportfreunde mittendrin

  • Das Land Sachsen-Anhalt plante den Verlauf der neuen Hochwasserschutzwand nach Vorgaben der Stadt um die Eissporthalle und den Festplatz drum herum und nutzte so annährend die Linie, für die der Oberbürgermeister gemeinsam mit der Firma Papenburg schon mal Tatsachen geschaffen hatte. Zu schützen seien die Neustadt und die Eissporthalle, das habe die Stadt so gewünscht.
  • Das bereitet jedoch den Anwohnern der Altstadt Sorgen, weil sie dadurch ihre Häuser einer größeren Gefahr ausgesetzt sehen, wenn Überflutungsraum durch den Bogen wegfällt.
  • Da die alte Eissporthalle ja nun nach dem Hochwasser woanders hingebaut werden könnte, würde dieses schutzwürdige Gut wegfallen. Der “Deich” könnte neben dem alten im parallelen Verlauf gebaut werden. Es fehlt jedoch ein eindeutiges Bekenntnis der Stadt zu einem endgültigen Standort.
  • Das Land hat nur die Variante mit dem Bogen geplant. Eine neue Planung würde ein weiteres halbes Jahr dauern.
  • Die Interessengemeinschaft Hochwasserschutz hat jedoch deutlich gemacht, dass sie alle gerichtlichen Instanzen ausschöpfen werden, um den Verlauf mit Bogen zu verhindern. Das ist ihr gutes Recht, könnte aber bis zu drei Jahren dauern.
  • Es besteht die Gefahr, dass wir am Ende weder einen Deich, noch eine Eissporthalle haben, wenn sich keiner der Beteiligten bewegt. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt, der alte Gimritzer Damm ist nur noch schwer als Sicherung geeignet. Die neue Eissporthalle kann nicht warten, bis Gerichte über einen Dammverlauf entschieden haben. Dann verfallen die Fördermittel und es gibt gar keine Eishalle.
  • Es kann also nur eine Lösung geben: Für die Eissporthalle die zweitbeste Variante nehmen und 500 Meter gegenüber in die Blücherstraße bauen. Damit wird der Weg frei für den neuen Damm parallel zum alten und die Klagen werden obsolet. Dann gibt es mit einem weiteren halben Jahr Verzögerung den Hochwasserschutz UND eine Eissporthalle.